Amanita excelsa  ?




© matevě koncilja

andere Bilder:

Ich habe mir nicht alle Merkmale angeschaut! Jetzt habe ich nur mehr die Fotos. Die Hutschuppen sind grau, der Hutrand glatt. Man sieht auch, dass die Manschette gerieft ist. Das dritte Foto zeigt einen anderen Pilz, den ich auch nicht genau angeschaut habe.
Der Graue Wulstling kann leicht mit dem tödlich giftigen Pantherpilz verwechselt werden!

Aus heutiger Sicht (2014) eindeutig der Graue Wulstling oder besser, der Eingesenkte Wulstling/Amanita excelsa (Fr.) Bertillon. Beim Strecken bleiben die Hüllreste oft zur Gänze in der Erde und der Hut ist bis auf wenige Velumreste am Hutrand glatt. Vom Pantherpilz unterscheidet ihn ferner der oberseits geriefte Ring oder Manchette, der glatte Hutrand (bei A. excelsa var. valida allerdings auch gerieft) sowie der weit in die Erde versenkte anfangs weiße, später grauende Stiel mit verdickter, ungerandeter Stielbasis. Oberhalb der Stielbasis mit mehreren schuppigen, gürtelartigen Ringzonen.

Beim Pantherpilz ist der weiße Stiel in eine gerandete Knolle eingepfropft, die Manchette glatt, ungerieft und die Hutflocken (=Velumreste) rein weiß. Beim Tannen-Pantherpilz (Amanita pantherina var. abietum), einer Varietät des Pantherpilzes, ist die Manchette auch schwach gerieft(!) und die Ähnlichkeit mit dem Grauen Wulstling noch stärker.

In der Folge habe ich den Eingesenkten Wulstling oft gefunden, einmal auch zubereitet und gegessen. Im Mischgericht passabel, aber ohne eigene Note. Trotzdem, er gehört nicht zu den Speisepilzen, weil die Verwechslungsgefahr mit dem Pantherpilz immer gegeben ist. Es gibt, was die Geniesbarkeit anbelangt, meines Erachtens auch zu wenig Erfahrungswerte. Wie gesagt, hier sind nur Fotos, sie sind für eine vollständige Bestimmung keinesfalls ausreichend.

Literatur:
Walter Pätzold/Hans E.Laux (2004):"1x1 des Pilzesammelns."
German J. Krieglsteiner/A. Gminder:"Die Großpilze Baden-Württembergs." Bd.4.
Breitenbach/Kränzlin (1995):"Pilze der Schweiz". Bd.4.
Marcel Bon(2005):"Parey's Buch der Pilze."
Ewald Gerhardt (2001):"Der große BLV Pilzführer für unterwegs."