Psilocybe cyanescens   Wakef.  s. l.



Blauender Kahlkopf
© matevě koncilja

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Enthält Psilocybin und Psilocin und verursacht das Psilocybin-Syndrom.

Die Psilocybin-Vergiftung ist eine Vergiftung mit kurzer Latenzzeit. Die ersten Symptome zeigen sich bereits 15 Minuten bis 4 Stunden nach der Pilzmahlzeit und äußern sich unter anderem mit Benommenheit, Schwindel, Verlust des Zeitgefühls, Rauschzuständen, Unruhe, sowie mit plastischen zweidimensionalen nichtgegenständlichen Halluzinationen. Die psychischen Symptome reichen von Angst bis Glücksgefühl.
Der Rauschzustand kann in ein Delirium oder in eine Bewustlosigkeit übergehen.

Bei Missbrauch kann es zu einer dauerhaften Psychose kommen!
Vom Genuss psilocybinhaltiger Pilze ist daher dringend abzuraten!

Nach Flammer/Horak ("Giftpilze-Pilzgifte", 2003) sind am Psilocybin-Syndrom unter anderen noch folgende Pilzarten beteiligt:

Psilocybe semilanceata - Spitzkegeliger Kahlkopf
Psilocybe cubensis - Kubanischer Kahlkopf, und weitere Kahlkopf-Arten
Panaeolus cinctulus - Dunkelrandiger Düngerling und weitere Düngerlings-Arten
Inocybe aeruginascens - Grünverfärbender Risspilz
Inocybe corydalina - Grünbuckliger Risspilz
Inocybe haemacta - Grünroter Risspilz
Inocybe tricolor - Dreifarbiger Risspilz
Gymnopilus junonius - Ansehnlicher Flämmling und weitere Flämmlings-Arten
Pluteus salicinus - Graugrüner Dachpilz
Galerina steglichii - Psilocybin-Häubling

Sehr viele Inocybe-Arten enthalten Muscarin oder werden verdächtigt, dieses Gift in einer mehr oder weniger hohen Konzentration zu enthalten. Inocybe corydalina und Inocybe haemacta dagegen enthalten kein Muscarin, sondern nur Psilocybin.

Das Psilocybin-Syndrom ist bei Flammer/Horak ausführlich beschrieben. Ich habe hier verkürzt gesagt, was ich im besagten Buch gelesen bzw. bei Vorträgen über das Psilocybin-Syndrom gehört und behalten habe.