Inocybe margaritispora   (Berk.) Sacc.




© matevě koncilja

mehr/mikro.

Sehr stark giftig Unter den Risspilzen gibt es keine Speisepilze! Sehr viele enthalten große Mengen Muscarin. Deren Genuss kann sehr ernste Vergiftungen nach sich ziehen. Die Muscarin-Vergiftung kann vom Arzt mit einem Gegengift (Atropin) behandelt werden.

Inocybe margaritispora sehr ähnlich ist Inocybe mixtilis. Ich habe mich bei der Bestimmung abgemüht und mich für Inocybe margaritispora aufgrund folgender Merkmale entschieden: Fundort Wegrand auf nackter Erde, bei junger Buche, dahinter Fichte. Ein mittelgroßer Pilz, Hutdurchmesser 3-4 cm, Stiel 7-8 cm lang und etwa 1 cm breit. Der Hut ist faserig mit bräunlichen Schuppen besetzt, Hutmitte bräunlich, kahl und runzelig. Lamellen graulich, weiß bewimpert. Der Stiel ist zylindrisch, weißlich und auf ganzer Länge bereift. Stielbasis mit verdickter Knolle, die leicht gerandet ist. Geruch leicht spermatisch.

Mikroskopisch sind mir besonders die bauchigen Kaulozystiden im unteren Stielbereich aufgefallen, die ich auch bei Stangl (Die Gattung Inocybe in Bayern) gefunden habe. Insgesamt entspricht auch die Größe der vorgefundenen Cheilo-, Pleuro- und Kaulozystiden (50-70 x 15-25 (30) my) den Literaturangaben (Stangl, Pilze der Schweiz, Bd. 5). Inocybe mixtilis hat kleinere, schlankere Zystiden und schmälere höckerige Sporen. Bei den Sporen habe ich allerdings mittlere Werte herausbekommen, die zu beiden Arten passen könnten.
Die Bezeichnung I. "margaritispora" bedeutet mit Perlen besetzte, also warzige, hökerige Sporen und ist bei der Bestimmung nicht unbedingt hilfreich.

Weil ich I. mixtilis noch nicht bestimmt habe, bleiben mir Zweifel. I. piceae hat ähnlich robuste Fruchtkörper, hat aber einen rosabräunlichen Stiel (s. Stangl). I. piceae schließe ich auch wegen der Sporengröße (Länge über 10 my) aus.