Morchella esculenta   (L.) Pers.

= Morchella rotunda (Pers.) Boud.
= Morchella vulgaris (Pers.) Boud.



Speisemorchel
© matevě koncilja

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Rohe Morcheln enthalten hitzelabile Hämolysine und sind deshalb ungenügend erhitzt Magen-Darm giftig.
Unabhängig davon kann es auch nach dem (reichlichen ?) Genuss korrekt zubereiteter, gut erhitzter Morcheln zu einer Vergiftung kommen. Es wird vermutet, dass sich das noch unbekannte Gift erst in alten, überständigen Exemplaren bildet, und das nur in geringen Konzentrationen, was eventuell das seltene Auftreten dieser Vergiftung erklärt.

Die Symptome äußern sich nach einer Latenzzeit von etwa 5 Stunden mit Bauchschmerzen, Brechreiz, Erbrechen und Durchfall. Diese Magen-Darm Problematik begleitet nicht selten auch eine neurologische, die nach etwa 12 Stunden mit Zittern, Schwindel, Trunkenheitsgefühl, Bewegungs- und Sehstörungen auftritt.
Nach etwa 12 Stunden verklingen sowohl die neurologischen wie auch die Magen-Darm Symptome wieder.

Es ist daher auf jeden Fall angebracht, keine Großen Mengen an Morcheln zu verzehren und alte, überständige Exemplare im Wald stehen zu lassen.

Quelle: Dr. Siegmar Berndt "Neurologisches Syndrom nach Morchelgenuss."
(in: Zeitschrift für Mykologie 76/1, März 2010)